FAQ – Was Sie schon immer fragen wollten

Werden bei Ihnen Kassen- und Privatpatienten ungleich behandelt?

Wir unterscheiden bei Ihrer Behandlung grundsätzlich nicht nach dem Versichertenstatus. Aufgrund von gesetzlichen Regelungen (Verordnungseinschränkungen, Arzneimittelrichtlinien, Heilmittelrichtlinien, Arbeitsunfähigkeitsrichtlinien, Entscheidungen des gemeinsamen Bundesausschusses „gBA“) kann es jedoch vorkommen, dass Ihre gesetzliche Krankenkasse nicht für alle empfohlenen Medikamente oder Heilmittel aufkommen darf und wir diese für Sie nicht verschreiben dürfen.

Zudem unterliegen Kassenpatienten dem § 12 SGB V (Wirtschaftlichkeitsgebot):

(1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.

Was habe ich davon, wenn ich mich bei Ihnen in ein „Hausarztprogramm“ einschreibe?

Mehr und mehr Krankenkassen bieten für Ihre Versicherten im Rahmen der hausarztzentrierten Versorgung (HZV) sog. Hausarztprogramme an. Als Teilnehmer erlauben Sie uns, sämtliche medizinischen Dokumente zu verwalten und Ihnen oder – mit Ihrer Zustimmung – mitbehandelnden Ärzten zur Verfügung zu stellen. Zudem profitieren Sie von Extraleistungen Ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Wir werden zur zentralen Schaltstelle und koordinieren die gesamte medizinische Versorgung. Die Abstimmung zwischen Haus- und Fachärzten wird optimiert. Doppeluntersuchungen oder unnötige Krankenhausaufenthalte werden vermieden. Viele rabattierte Arzneimittel sind zudem für Sie zuzahlungsfrei.

Ich bekomme beim Facharzt keinen Termin!

Lange Wartezeiten bei Fachärzten sind für uns und unsere Patienten ein großes Ärgernis. Leider haben wir keinen Einfluss auf die Terminkontingente von fachärztlichen Kollegen. Auch ist es uns aus personellen Gründen nicht möglich, lange in deren Telefonwarteschleifen zu hängen. Einige Krankenkassen und insbesondere die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung (Tel. 0511 – 56 99 97 93) sind bei der Terminvermittlung behilflich.

Brauche ich noch eine Überweisung für den Facharzt?

Besuchen Sie Fachärzte ohne Überweisung, bekommen wir keinen Bericht. Ohne Facharztberichte können wir die vom Facharzt begonnene Behandlung nicht fortführen! Auch entstehen Ihnen evtl. Nachteile bei Anfragen von Versicherungen, Versorgungsämtern, Sozialgerichten, Rentenversicherungen etc.! Anträge für ReHa-Behandlungen, Schwerbehindertenausweise oder Pflegestufe werden häufiger abgelehnt, wenn wir keine Facharztberichte mitschicken können. Achten Sie also darauf, immer eine Überweisung von uns mitzubringen und bestehen Sie in Ihrem Interesse auf einen Bericht an Ihren Hausarzt.

In der Apotheke wurde mir gesagt, der Hausarzt müsse ein „Kreuz“ machen, damit ich meine Medikamente auch bekomme

Selbstverständlich bekommen sie Ihre verordneten Medikamente auch ohne „Aut-Idem-Kreuz“. Ihre Krankenkasse hat mit besonders zuverlässigen Herstellern sogenannte Rabattverträge abgeschlossen, die der Apotheker bedienen muss. Es kann also sein, dass Sie Ihr Präparat von einem anderen als dem verordneten Hersteller bekommen. Dies hat aber in der Regel keinen Einfluss auf Ihre Therapie. Rabattierte Präparate sind sogar oft für Sie zuzahlungsfrei!

Warum kann ich mir meine teuren, neurologischen Tabletten nicht beim Hausarzt aufschreiben lassen?

Gerne helfen wir mit einem Rezept einer kleinen Packung fachfremder Medikamente aus, falls Ihr Facharzt nicht erreichbar ist. Eine Dauerverordnung teurer, fachfremder Medikamente ist nicht möglich, da wir weder die Haftung für uns unbekannte Medikamente übernehmen können noch das nötige Medikamentenbudget dafür zur Verfügung haben. Zudem müssen wir bei jedem Medikament erst prüfen, ob wir es überhaupt verordnen dürfen. So gibt es Medikamente, die zwar verschreibungspflichtig, aber nicht erstattungsfähig sind. Sollten wir bei uns unbekannten Präparaten gegen die vielfältigen und unübersichtlichen Vorschriften der Arzneimittelrichtlinien mit ihren 13 (!) Anlagen verstoßen oder hat Ihr gewünschtes Medikament gar nur eine fiktive Zulassung, so fordert Ihre Krankenkasse rigoros die Kosten des Präparates hinterher bei uns ein („Regress“). Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir Sie zur Dauerverordnung an die entsprechenden Facharztpraxen verweisen müssen, auch wenn dies für Sie umständlich erscheint.

Das Praxistelefon ist oft besetzt!

Bitte beachten Sie, dass zu Stoßzeiten alle Mitarbeiter mit anderen Patienten beschäftigt sind und daher nicht immer sofort an das oft ununterbrochen klingelnde Telefon gehen können. Bitte haben Sie Geduld, bis der erste Andrang abgearbeitet ist. Im Gespräch fassen Sie sich möglichst kurz, damit auch andere Patienten durchkommen können. Nutzen Sie für Bestellungen von Nachfolgerezepten oder Überweisungen unsere Rezepthotline (Tel. 05121-130454) oder das Bestellformular auf unserer Internetseite.

Muss ich bei Ihnen lange warten?

Idealerweise vereinbaren Sie vor Ihrem Praxisbesuch bei uns einen Termin. Nennen Sie uns beim Terminwunsch bitte schon den Grund für Ihren Besuch, damit wir eventuell Vorbereitungen treffen und Räume bzw. Geräte für Sie reservieren können. Sie können auch ohne Termin zu uns kommen; sofern dies nicht kurz vor Sprechstundenende geschieht. Wir bemühen uns immer um kurze Wartezeiten, können diese bei starkem Andrang jedoch nicht in jedem Fall garantieren.

Warum kann ich nicht gleich zum Arzt?

Mit Termin können sie nach kurzer Wartezeit umgehend mit dem Arzt sprechen. Sofern Sie bei ausgebuchter Sprechstunde ohne Termin zu uns kommen und auch noch mehr Patienten auf die gleiche Idee gekommen sind, als wir beim Arzt unterbringen können, werden Sie evtl. zunächst von unseren speziell fortgebildeten, medizinischen nicht-ärztlichen Angestellten zu Ihren Beschwerden befragt und untersucht. Dies ist erforderlich, um nach einem standardisierten Triage-System in Absprache mit dem Arzt entscheiden zu können, wie medizinisch dringend Ihr Anliegen ist und ob sie noch am selben Tag vom Arzt gesehen werden müssen oder ob es reicht, Ihnen einen zeitnahen Termin anzubieten.

Was sind „Nichtärztliche Praxisassistenten“?

Nichtärztliche Praxisassistenten („Nä-PAs“) sind nach einem speziellen Fortbildungscurriculum der Bundesärztekammer weitergebildete Medizinische Fachangestellte. Der Einsatz von nichtärztlichen Praxisassistenten in Hausarztpraxen wird ab Januar 2015 bundesweit gefördert. Praxisassistenten sollen vor allem in Hausarztpraxen zum Einsatz kommen, die viele Patienten betreuen und Unterstützung benötigen. Hausärzte erhalten dadurch Unterstützung und haben letztlich mehr Zeit für ihre Patienten.

Was ist von Arztbewertungsportalen zu halten?

Natürlich freuen auch wir uns über positive Bewertungen in sog. „Arztbewertungsportalen“. Schliesslich sind wir beständig bemüht, unseren Service weiter zu verbessern und daher auch Verbesserungsvorschlägen und konstruktiver Kritik gegenüber stets aufgeschlossen. Hauptproblem bei Bewertungen: Als Patient kann man die medizinische Qualität der Behandlung nur sehr eingeschränkt beurteilen – und manchmal ist es bitter und unbequem, wenn wir auch mal die Wahrheit sagen müssen oder wenn das subjektive Krankheitsempfinden nicht mit einer evtl. vorhandenen Bagatellerkrankung korreliert. Am Besten Sie bilden sich Ihre eigene Meinung und testen uns!

Und wenn einmal etwas nicht ganz nach Ihren Vorstellungen oder nach Plan läuft, bitten wir um Nachsicht. Wir geben alle täglich unser Bestes. Und dennoch sind wir alle – trotz Qualitätsmanagement und Hightechmedizin – auch nur Menschen.

Kann ich meine 5 Kinder als Begleitung mitbringen?

Wir lieben Kinder und freuen uns, Ihre Familie kennen zu lernen! Aber: Achten Sie darauf, dass sie wirklich einen Termin haben, wenn  Sie Ihre Kinder mitbringen, denn Wartezeiten sind für Kinder unglücklich. Durch das Mitbringen eines schreienden Kindes eine kürzere Wartezeit für sich selbst zu Lasten der ebenfalls wartenden Mitpatienten zu erzwingen wird nicht gerne gesehen. Leider haben wir auch nicht das Personal, um Ihre Kinder während Ihres Aufenthaltes in unserer Praxis zu beaufsichtigen. Zudem ist der Platz im Warteraum begrenzt. Bitte bringen sie maximal nur 1 Begleitperson mit.  Kinderwagen und Rollatoren müssen daher draußen bleiben.